Sihanoukville – Kambodschas beliebter Badeort und der Otres Beach

Sihanoukville – Kambodschas beliebter Badeort und der Otres Beach

Sihanoukville war eine ganz besondere Herausforderung für uns. Von Kep aus sind wir wieder mit dem Taxi gefahren. Diesmal war der Preis absolut in Ordnung, obwohl wir das Taxi über das Guesthouse haben rufen lassen. Wahrscheinlich lag das aber am deutsch sprechenden Inhaber.

Wir dachten DEN Urlaubsort in Kambodscha schlechthin müssen wir unbedingt sehen. Aufgrund von Empfehlungen in einer Facebookgruppe haben wir ein Hotel am Otres Beach gebucht. Schon bei der Anfahrt zum Hotel kam uns alles ein wenig komisch vor. Irgendwie lag das Hotel inmitten einer Wellblechhüttensiedlung. Das Hotel an sich war völlig in Ordnung. Der Preis war gut, das Zimmer schön sauber und das Personal erst mal freundlich. Absoluter Pluspunkt war der Pool. Die Siedlung drum herum wäre ja auch okay gewesen, aber wir kamen uns wirklich richtig mies vor. Man muss im Prinzip damit klar kommen, sieht es in Kambodscha schließlich überall so aus. Aber trotzdem kamen wir uns mit unseren Klamotten, Handys, Kameras und Co total überheblich vor und haben uns sehr unwohl gefühlt. Dieses Gefühl hat sich irgendwann etwas entspannt, nachdem wir Kontakt zu den Einheimischen aufgenommen hatten. Es war dann erst einmal in Ordnung.

sihanoukville otres beach
sihanoukville otres beach

Als wir das überwunden hatten, ging es erst einmal zum Strand. Wir wollten nun endlich richtig baden gehen! Der Weg dorthin war auch leicht verwirrend, durch seltsame Gassen mit vielen lächelnden Menschen, sowie einer Hotelanlage, ging es bis zum Otres Beach. Der hat uns auch auf Anhieb super gefallen! Endlich Strand, endlich sauberes Wasser, Muscheln, Krebse und alles was dazugehört. Wir sind auch gleich ins Wasser gesprungen, bis wir dann ein paar Meter weiter eine Abwasserleitung gesichtet haben die direkt ins Meer führt. Das hat es uns dann total gegeben und wir sind weitergelaufen an ein saubereres Stück. Wir wussten vorher, dass es am Meer mit dem Abwasser so oft gehandhabt wird, aber live zu sehen, wie das tatsächlich gemacht wird, ohne dass es jemanden interessiert, war irgendwie hart.

Ich weiß, meine Worte über Kambodscha sind nicht gerade von Nettigkeit geprägt, doch das war nun einmal unser Eindruck. Die Menschen waren wie immer in Asien freundlich, vor allem unseren Kindern gegenüber. Es ist einfach eine andere Welt, eine wunderschöne aber auch abschreckende zugleich. Das Internet ist voll von Reisempfehlungen und alles wird immer so schön dargestellt. Ist man aber vor Ort, ist es erst einmal ein extremer Kulturschock – eigentlich aber nur, wegen des vielen Mülls und dem Umgang damit. Es fehlt schlichtweg an entsprechenden Anlagen.

Nachdem wir uns am Otres Beach ausgetobt hatten, mussten wir uns natürlich auch die Stadt selbst anschauen. Es war trotz Nebensaison viel los, überall die üblichen Motorroller, Stände und Kühe auf der Straße.

sihanoukville kambodscha

Wir haben uns den Markt angesehen, einiges eingekauft, gehandelt, gestaunt und gelächelt. Unsere Kinder waren wie üblich die Stars und alle wollten einmal Lysander rotes Haar anfassen. Den Strand haben wir nur ganz kurz besucht, das war uns einfach zu viel Müll. Lasst euch hier nicht täuschen – wenn Strände in Kambodscha, dann ganz klar Kep und der Otres Beach. Die Inseln haben wir aus demselben Grund ebenfalls sausen lassen – kein Interesse.

kambodscha mit kindern

Es gibt in Sihanoukville einiges zu erleben, wie z. B. eine Schlangenfarm, einen Wasserfall und natürlich einen Tempel. Wir haben uns allerdings lediglich durch die Straßen treiben lassen und uns das Leben der Einheimischen angeschaut. Typische Touristen sind wir nämlich so ganz und gar nicht und dadurch, dass das Bild von Kambodscha mit viel Müll einhergeht, hatten wir keine Lust auf besondere Aktionen.Natürlich können die Kambodschaner (meiner Meinung nach) nichts dafür. Den Müll hat der Westen gebracht und viele andere Schrecken, die das Land überstehen musste ebenfalls – zumindest ist der Westen nicht ganz unschuldig.

Wir haben schließlich zufällig einen Deutschen getroffen, der hier schon Jahre lebt und uns zu einer Pizzeria führen lassen. Ja, nicht unbedingt typisch, doch wir hatten alle Lust darauf. Damit haben wir unsere Zeit in Sihanoukville ausklingen lassen. Am nächsten Tag ging es weiter nach Trat in Thailand.

sihanoukville löwen


Abschließend möchte ich euch noch sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt Kambodscha einen Besuch abzustatten. Natürlich sehen die Menschen einen als laufenden Geldautomaten, doch auch das kann man ihnen nicht verübeln. Selbst die Ärmsten unter uns haben mehr als die Kambodschaner. Angkor Wat ist ein MUSS und die Eindrücke die dieses Land hinterlässt sind kaum zu vergleichen. Selten haben wir so viel Müll, arme Menschen und Fehler im System gesehen. Kambodscha öffnet einem die Augen, lässt einen bewusster werden und vor allem sehr nachdenklich.

Damit verabschiede ich mich und wünsche euch eine gute Reise – Nadine

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