Sächsische Schweiz mit Kindern | Reisetipp für Familien!

Die sächsische Schweiz mit Kindern? Hört sich erst einmal nicht so toll an, denn wandern mit Kindern kann eine Herausforderung sein. Gut vorbereitet geht das jedoch ganz prima und in der sächsischen Schweiz ist es quasi ein Kinderspiel. Dank der Nähe zu Dresden auch noch ganz einfach zu erreichen!

Wer in den Urlaub will, denkt erst einmal an Sommer, Sonne, Strand und Meer. An Deutschland denken da wahrscheinlich eher die wenigsten. Dabei gibt es hier so viel zu sehen und zu entdecken, gerade mit Kindern.

Die Sächsische Schweiz

Die sächsische Schweiz ist ein wunderbares Ausflugsziel für die ganze Familie, weil sich nichts und niemand der Schönheit dieser Gegend entziehen kann. Diese wahnsinnig traumhaften Aussichten, die Höhlen, Löcher, Felsen und nicht zuletzt die Bastei selbst sind auch oder gerade für Kinder mehr als spannend. Schöner wird’s nur hier.

Die Anfahrt

Wir sind mit unserem Wohnmobil direkt bis ganz nach oben gefahren. Hier wartet ein großer Parkplatz, der natürlich nicht kostenlos ist. Von Pirna aus sind wir über Lohmen der Beschilderung nachgefahren und so schlussendlich auf dem Parkplatz gelandet. Die meisten parken in der Stadt Rathen und nehmen die Fähre (1€/0,50€) auf die andere Seite des Flusses. Von hier aus muss man dann allerdings nach oben wandern. Hier gibt’s Info’s, Koordinaten und Preise.

Wo geht’s rein in die sächsische Schweiz?

Das war meine erste Frage als wir oben ankamen. Es ist ja ein relativ großes Gebiet, aber auch recht überschaubar. Vom Parkplatz aus führen Schilder in die gewünschte Richtung, was es dem Besucher wirklich einfach macht. Prima mit Kindern, wenn man nicht ständig Google Maps anschmeißen muss.

Die Schwedenlöcher der sächsischen Schweiz

Weil Alex aus Schweden kommt, mussten wir uns die Schwedenlöcher natürlich zuerst ansehen. Vom einen auf den anderen Moment änderte sich die Landschaft komplett und wir fanden uns in einer wunderschönen Umgebung wieder. Wir haben uns gefühlt wie im Märchen, ohne Witz! Wenn man viel gesehen hat, haut einen nicht mehr viel vom Hocker, aber das war mal wieder so eine supergeniale “Entdeckung”. So viel haben wir gar nicht erwartet. Zwar sprachen die Bilder im Internet für sich, doch wenn man tatsächlich selbst zwischen den Felsen hin- und her wandert, ist das ein ganz zauberhaftes Gefühl und etwas komplett anderes. Man muss es einfach selbst gesehen und erlebt haben.

sächsische schweiz

Über Treppen und Holzwege führt der Weg (vom Parkplatz aus) nach unten und man findet sich zwischen gigantischen Sandsteintürmen wieder. Man fühlt sich selbst so klein und auch den Kindern entweicht das ein oder andere “Ooooh”. Nach jedem Tunnel schaut die Landschaft schon wieder ein wenig anders aus, was die Wanderung noch abenteuerlicher macht. So schön, so toll und so einfach zu erkunden, das hätte ich nicht erwartet.

sächsische schweiz mit kindern

Kinder können hier klettern, rennen, toben und entdecken, was das Zeug hält. Die sächsische Schweiz mit Kindern ist also mehr als nur empfehlenswert.

Auf zur Basteibrücke

Nachdem wir alles hinuntergeklettert sind, mussten wir natürlich auch wieder rauf. Doch dadurch haben wir noch einmal einen ganz neuen Blickwinkel auf die Schwedenlöcher bekommen und so anstrengend fanden wir es an sich auch gar nicht. Einfach weil die Umgebung einen ins Staunen versetzt und man gar nicht bemerkt, wie müde man eigentlich schon ist.

sächsische schweiz mit hund

Wieder oben angekommen haben wir eine kurze Essenspause eingelegt und sind gleich weiter zur Basteibrücke. Der Weg führte uns an einem Hotel, Restaurants und einem Kiosk vorbei. Da war einiges los und wir dann etwas genervt. Hatten wir die Schwedenlöcher fast für uns alleine, war hier alles voll. Die Hauptattraktion ist nun einmal die Brücke, damit muss man wohl rechnen. Dabei hatten wir nicht einmal schönes Wetter und Winter in Deutschland.

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Die Brücke selbst hatten wir dank einer extrem großen chinesischen Touristengruppe, die hinter uns alles blockierte, 30 Sekunden für uns alleine. Das hat zumindest für ein nettes Foto gereicht. Der Ausblick ist phänomenal und die Brücke auch wirklich schön anzusehen. Weiter geht es über die Brücke (die übrigens früher aus Holz bestand) bis zur Felsenburg.

Die Felsenburg in der sächsischen Schweiz

Von der Felsenburg Neurathen ist leider nicht mehr viel übrig, da der Großteil aus Holz bestand und die Jahrhunderte natürlich nicht überlebte. Nichtsdestotrotz ist es ein spannendes Abenteuer die letzten Überreste zu erkunden, vor allem für Kinder. An manchen Stellen bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun, so hoch oben befindet man sich. Durch die metallenen Stege kann man nach unten hindurchsehen, also nichts für Menschen mit Höhenangst! Auch hier hat uns die sächsische Schweiz mit Kindern absolut überzeugt.

Prinzipiell muss man für die Bug Eintritt bezahlen, kommt man aber zu späterer Stunde, geht das nicht mehr. Stattdessen gibt es eine Kasse des Vertrauens. Das bedeutet, hier wurde ein Holzkistchen angebracht, in welches man den Eintritt entrichten kann. Wir haben viele Menschen einfach reinlaufen sehen…

Auf jeden Fall kann man sich ein klein wenig in eine andere Zeit versetzen und die Gedanken beim Anblick der Burgüberreste schweifen lassen. Hinter jeder Ecke wartet ein anderer gigantischer Ausblick und ein bisschen Info über die Burg findet man auch.

Die sächsische Schweiz mit Kindern und Hunden?

Absolut! Mit Kindern auf jeden Fall. Durch die Schönheit des Elbsteingebirges fällt es wirklich jedem leicht und die Wanderung wird mehr zum Spaziergang im Wunderland. Auch unsere Hunde haben getobt wie die Wilden und niemand hatte ein Problem mit den beiden. Wir konnten sie sogar überwiegend frei laufen lassen, zumindest bei den Schwedenlöchern. An der Bastei selbst und auf der Burg ist das allerdings auf keinen Fall möglich. Hier herrscht einfach zu viel Verkehr.

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Wenn ihr euch gerne in Abenteuer stürzt, energiereiche Kinder habt, und euch gerne in der Natur aufhaltet, dann müsst ihr der sächsischen Schweiz unbedingt einen Besuch abstatten! Wir haben leider nur einen kleinen Teil gesehen, es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Verschiedene Wanderwege führen an verschiedenen Naturwunderwerken vorbei, die niemanden kalt lassen.

Unsere Tipps für einen gelungenen Besuch

Nehmt euch ausreichend zu Trinken mit und habt das immer griffbereit. Es ist doch eine Strecke und auch wenn man es nicht merkt, es geht doch an die Substanz.

Dasselbe gilt für’s Essen. Nehmt euch genügend Energieriegel, Obst und Gemüse als Snack für zwischendurch mit. Gerade mit Kindern kann es etwas länger dauern als geplant. Da ist es gut, wenn man etwas Energiereiches zur Hand hat.

Es ist wirklich viel los, zumindest an der Bastei selbst. Ihr solltet genügend Wartezeit mitbringen oder möglichst früh anreisen. Natürlich geht es auch anders herum und ihr könnt später oder am Abend kommen. Als wir dort waren, hat es sich gegen 17/18.00 Uhr schlagartig geleert.

Auch könnte man einen Kinderwagen an manchen Stellen prima mitnehmen, aber eben nicht überall. Wer ein Baby oder Kleinkind hat, ist hier mit einer Trage besser ausgerüstet.

Wenn ihr mit Hund unterwegs seid, solltet ihr auch für euren Vierbeiner Snacks und Wasser mit dabei haben.

Alternativ kann man sich auch zum Kiosk begeben und schauen, was der so zu bieten hat. Wir haben das nicht getestet.

Sächsische Schweiz mit Kindern und Hunden? Ganz bestimmt! Wart ihr schon einmal hier? Was hat euch besonders gut gefallen oder habt ihr vielleicht noch weitere Ergänzungen zu diesem Artikel?

Gute Reise wünscht euch,
Nadine

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