Psar Leu Siem Reap – Schweinsköpfe und tropische Früchte

Psar Leu Siem Reap – Schweinsköpfe und tropische Früchte

Nachdem wir eine sehr bequeme Nacht im Hotel hatten, wollten wir am nächsten Tag etwas mehr sehen. Touristenspots sind und bleiben Touristenspots und dementsprechend geht es hier auch zu. Klar will man das auch gesehen haben, die sind ja nicht umsonst berühmt.

Die Kambodschaner wissen, dass wir mehr Geld haben und handeln dementsprechend. Wenn beide Seiten hartnäckig bleiben kommt es oft zu keinem Geschäft, oder der Tourist gibt einfach nach. Daher haben wir uns entschlossen einen Markt der Locals zu besuchen.

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Psar Leu Siem Reap – Markt der Locals

Die Fahrt dorthin war genauso spannend wie alle anderen TukTuk-Fahrten. Man sieht so vieles, was bei uns undenkbar wäre. Teilweise sitzen die Menschen zu viert auf einem Roller! 2 Erwachsenen, 2 Kinder, aber alle sind entspannt. Selbst an das ständige Hupen gewöhnt man sich irgendwann, war es am Anfang doch sehr ungewohnt. Dinge die bei uns verboten sind, interessieren hier einfach niemanden, man ist entspannter und sieht alles nicht so eng. Eine tolle Lebenseinstellung, von der wir Europäer uns einiges abschauen könnten.

Am Psar Leu Siem Reap angekommen waren wir sofort wieder von vielen Menschen umstellt und wurden natürlich angesprochen. Das Englisch der Menschen hier besteht teilweise nur aus ein paar Wörtern und deine Antworten verstehen sie gar nicht. Am besten spricht man nicht in ganzen Sätzen, sondern nur in Wörtern, so kann man sicher gehen, dass man auch verstanden wird. Nachdem wir mehrmals Missverständnissen aufgesessen sind, haben wir uns angepasst und so läuft es einfach besser.

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Anders als am Old Market wurden wir hier kein bisschen belästigt – abgesehen von den TukTuk Fahrern. Wir konnten recht entspannt durch den Markt schlendern und uns in Ruhe umsehen, ohne dass man uns ständig etwas verkaufen wollte. Hier gibt es einiges mehr zu sehen, als im Zentrum. Der Markt besteht aus verschiedenen Abteilungen, darunter Lebensmittel, Kleidung, Kinderkram, Schmuck uvm! Wir haben sogar einen ganzen Stand voll mit Geldscheinen entdeckt. Was das zu bedeuten hat, wissen wir immer noch nicht…

Es gab aber auch viele unschöne Dinge, die uns anfangs kurz schockiert haben, damit muss man aber zurechtkommen können. So haben wir hier viele Menschen mit fehlenden Gliedmaßen gesehen, darunter auch einige Bettler. Als wir ausversehen die „Fleisch-und Wurstabteilung“ betreten haben, wurden wir von gerupften Hühnern und Schweinsköpfen begrüßt, sodass wir da ganz schnell wieder raus sind. Der Gestank war auch sehr heftig, uns war das so sehr zu viel, dass wir kaum atmen konnten und den Gang fluchtartig zurückgespurtet sind.

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Als wir endlich die Gänge mit den vielen Früchten und Gemüsen gefunden haben, waren wir total geflasht von der tollen und günstigen Auswahl. Wer sich hier roh ernähren will, dürfte keine Probleme haben. Vor allem kann man hier auch noch recht gut handeln, ohne ewiges Hin-und Her. Die Verkäufer setzten die Preise weiter unten an und so kommt man definitiv günstiger weg als auf dem Old Market.

Die Größe des Marktes ist unglaublich, wir haben uns fast verlaufen in den vielen engen Gassen, in denen einem auch ständig ein Motorroller entgegen kommt! Man muss dann einfach ausweichen, die fahren einfach durch! So sind wir vollgepackt mit vielen neuen Eindrücken zurück ins Hotel und haben den restlichen Tag am Pool verbracht. Bis den Monsun kam.

Damit verabschiede ich mich und wünsche euch eine gute Reise – Nadine

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