Kep – ein Ort der Ruhe und Entspannung

Kep – ein Ort der Ruhe und Entspannung

Von Phnom Penh aus ging es für uns weiter nach Kep. Kep ist ein kleines Städtchen am Meer, das sich vor allem für diejenigen eignet, die es gerne ruhig und gemütlich haben. Nach der Großstadt genau das Richtige für uns.

Um nach Kep zu gelangen haben wir uns für 50$ ein privates Taxi genommen. Und wieder hat sich herausgestellt, dass 10$ davon unnötig waren, weil das quasi die Vermittlungsprovision war. Das sagt euch aber natürlich keiner. Uns war klar, dass es zu viel ist, aber wir hatten nicht einen Fahrer gefunden, der es für weniger gemacht hätte, trotz oder vielleicht genau aus diesem Grund, der Regensaison. Wir hatten zwar nach jemandem verlangt der englisch spricht, bekommen haben wir jemanden der uns zwar ständig nett anlächelte, aber nichts von dem verstand, was wir sagten. So war die Fahrt recht ruhig und weniger unterhaltsam, dafür hatten wir aber umso mehr Zeit uns das Land genau anzusehen. Man fährt nicht schnell, wie es bei uns der Fall ist. Die Menschen fahren eher sehr gemäßigt, die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug meist so um die 60 km/h, mal mehr mal weniger. Man gewöhnt sich daran und fängt an es zu schätzen, da man wie gesagt so sehr viel mehr zu sehen bekommt.

Wohin in Kep?

Wir hatten uns für ein Guesthouse entschieden, das wie sich herausstellte von einem Schweizer geführt wird. Es war nett, endlich mal wieder mit jemandem zu sprechen der dich wirklich versteht und auch genau weiß, was du meinst, wenn auch weniger abenteuerlich. Das Guesthouse lag ganz wunderbar zwischen ganz viel grün und wurde außerdem noch von seiner Frau mitgeführt. Der gemeinsame Sohn war während unseres Aufenthalts ein toller Spielgefährte für die Kinder, die so sehr viel Spaß hatten. Es gab natürlich jede Menge Spielzeug, was sie schon eine Weile nicht mehr hatten, das machte die Sache umso interessanter. Die vielen Hunde, Katzen, Schmetterlinge, Geckos und Krabbeltierchen waren ein Highlight für sich. Das Guesthouse liegt mitten in einem kleinen Paradies, umgeben von schönster Natur. Jeden Morgen wurden wir von den tollsten Dschungelgeräuschen geweckt, was auch den Kindern total gefiel. Auch die Bungalows sind der Knaller! So schön gebaut, mit Terrasse und viel grün drumrum.

Das Meer …

Gefreut hatten wir uns so sehr, endlich ans Meer zu kommen, um dann ein wenig enttäuscht zu werden. Zwar war der Strand vergleichsweise, jedoch war das Wasser sehr trüb und überall wurden Algen angeschwemmt, die sich um deine Füße wickeln, was ein unangenehmes Gefühl hinterließ. Das war unseren Kindern aber völlig egal, die hatten trotzdem ihren Spaß mit Wasser und Sand. An manchen Strandabschnitten haben wir Affen gesichtet, die da einfach so auf den Mauern sitzen oder plötzlich aus dem Wald gesprungen kamen, um die Essensreste der Menschen einzusammeln.

Kambodscha Kep
kambodscha mit kindern

Essen, Müll und Geld

Kep ist ja vor allem für seinen Krabbenmarkt bekannt, den auch wir besucht haben – aus reiner Neugierde! Idealerweise gab es dort auch Früchte zu kaufen. Die Massen an Meerestieren hat uns etwas schockiert. Wir kamen zu dem Schluß, dass kein Dorf der Welt so viel Meerestierchen auf einmal verspeisen kann. Das Angebot war viel zu groß, und so landen die meisten Tiere wohl in der Tonne, was wirklich nicht schön ist. Positiv aufgefallen sind uns die Schilder am Markt. Kep gehört wohl zu den saubersten Städten in Kambodscha und das merkt man auch. Nicht nur am Strand, auch die Straßen sind sehr sauber und schön anzusehen. So haben wir einen tollen Spaziergang und einen Ausflug mit dem Fahrrad gemacht, ohne dass uns der sonst allgegenwärtige Müll ins Auge stach. Lediglich an manchen Stellen nimmt man das nicht so genau, so sieht man das ein oder andere verwahrloste Grundstück, welche regelrechte Müllsammelstellen darstellen. Oft aber durch die Vegetation kaum zu sehen.

kambodscha mit kindern


Im Netz hatten wir gelesen, dass auch Kep nun über einen ATM Geldautomaten verfügt. Was aber nur bedingt stimmte. Es gibt mehrere Automaten, von denen ein Häuschen bereits seit Monaten leer steht und in dem anderen der Automat seinen Geist aufgegeben hat. Auch die Bank selbst weiß nicht, wann dieser wieder in Betrieb genommen wird – interessant.


So hat uns unser Gastgeber angeboten, Sascha auf seinem Motorrad mit zum nächstgelegenen Automaten zu fahren – klasse Sache – wir waren also doch nicht gänzlich verloren. Solltet ihr Kep einen Besuch abstatten, nehmt genügend Geld mit, die TukTuk Fahrer verlangen hier horrende Preise! 1 Minute Fahrt sollte uns 5$ kosten, da half alles handeln nichts, und so waren wir sehr froh über die vom Guesthouse zur Verfügung gestellten Fahrräder.

Wo der Pfeffer wächst!

Wie gesagt, wer ein paar Tage abschalten möchte ist hier genau richtig. Das Städtchen ist sehr ruhig und auch auf dem Markt sind nicht alle so aufdringlich wie an manch anderen Orten. Genauso verhält es sich mit dem Lautstärkepegel. Überall ist es sehr ruhig, nach einer Großstadt genau das Richtige. Kep ist bekannt für seinen Pfeffer. Hier wächst der zum Teil beste Pfeffer der Welt, man kann ihn auch wirklich überall kaufen und auch eine Pfefferfarm besuchen. Aufgrund der Sonne haben wir das ausgelassen, es war einfach zu heiß für die Kinder. Auch interessant sind die Höhlen in der Umgebung, man kann in den umliegenden Bergen sehr schön durch die wundervolle Natur wandern, mit den Höhlen als Ziel. Doch Vorsicht, auch hier wird teilweise kräftig kassiert. Besser vorher informieren, welche Höhle was kostet.

kep kambodscha pfeffer

Wir haben hier 5 Tage lang verbracht um ein wenig runterzukommen, was uns allen sehr gut getan hat. Die Hitze war zwar heftig, aber noch erträglich. Kep war eine der schönsten Destinationen, wenn auch nicht in allen Punkten optimal.

Gute Reise – eure Nadine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.